Enzweihingerinnen schaffen Historisches

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnt eine Frauenmannschaft des TSV in der offenen Klasse einen DM-Titel

Angelika Feilner, Kristin Sparmann, Susanne Kothmann, Liane Abel, Lorriann Sparmann, Caroline Knoll und Christine Schulze Frenking (von links) freuen sich über den Titelgewinn bei den Frauen in der offenen Klasse. Foto: Eventfotografie Frank Stolle

Premiere für den TSV Enzweihingen: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist eine Frauenmannschaft in der offenen Klasse Deutscher Indiaca-Meister geworden. Es war aber ein hartes Stück Arbeit, bis der Titel feststand.

Reichertshausen/Enzweihingen (red). Dass das Feld der acht DM-Teilnehmer bei den Frauen sehr ausgeglichen ist, zeigte sich bereits in der Vorrunde bei den Titelkämpfen in bayrischen Reichertshausen. In der Gruppe A gab es bei sechs Partien lediglich zwei Siege. Einen davon fuhr der TSV Enzweihingen gleich im ersten Vorrundenspiel gegen GW Hausdülmen mit 25:21 und 25:20 ein. Den zweiten Sieg feierte der TSV Grünwinkel gegen Hausdülmen – 25:23 und 25:19. Die anderen Partien gingen jeweils 1:1-unentschieden aus, unter anderem trennten sich die Enzweihingerinnen mit 19:25 und 26:24 von Grünwinkel sowie mit 25:23 und 22:25 vom CVJM Kamen. In der Gruppe B gab es immerhin zwei Siege mehr als in Gruppe A. Zwei Partien endeten aber unentschieden.

Somit mussten die Turnierverantwortlichen bereits nach der Vorrunde Schwerstarbeit verrichten. Es musste genau nachgerechnet werden, wer sich überhaupt für das Halbfinale qualifiziert hat. Eines stand schnell fest: Der CVJM Bindlach hatte nach drei Siegen in der Gruppe B – 25:20 und 25:18 gegen die SG Erfttal, 25:22 und 25:17 gegen Indiaca Malterdingen sowie 25:21 und 25:17 gegen den TVK Wattenscheid – das Ticket für die Vorschlussrunde sicher. Dahinter setzte sich Indiaca Malterdingen aufgrund des Sieges gegen Wattenscheid vor Erfttal und Wattenscheid durch. In der Gruppe A war es dagegen enger. Letztlich zog Grünwinkel mit 4:2 Punkten und einem Ball Vorsprung auf Enzweihingen als Gruppenerster ins Halbfinale ein.

Im ersten Spiel der Vorschlussrunde benötigte Grünwinkel gegen Malterdingen drei Sätze, um ins Finale einzuziehen. Nach dem mit 24:26 verlorenen ersten Durchgang drehten die Badenerinnen mit 25:15 und 25:18 die Partie. Die große Überraschung schafften anschließend die Enzweihingerinnen. Sie triumphierten knapp mit 25:21 und 25:23 gegen Bindlach, das bisher im Turnierverlauf eine weiße Weste aufwies.

Im Finale standen sich damit erneut Grünwinkel und Enzweihingen gegenüber. Schon in der Vorrunde war dies ein Duell auf Augenhöhe. Und auch im Endspiel zeigte keines der beiden Teams eine Schwäche. Es wurde ein spannendes Spiel mit langen und sehenswerten Ballwechseln. Letztlich sicherten sich die Enzweihingerinnen den ersten Durchgang mit 25:18. Im zweiten Satz stemmten sich die Grünwinkelerinnen dann gegen die drohende Niederlage. Keine der beiden Mannschaften schaffte es allerdings, sich bis 25 Zähler einen Zwei-Punkte-Vorsprung und damit die Entscheidung zu erspielen. Das gelang den Enzweihingerinnen erst beim 29:27.

Platz drei ging an Indiaca Malterdingen. Die Breisgauerinnen entschieden das kleine Finale mit 26:24 und 26:24 gegen den CVJM Bindlach für sich. Dahinter folgte der CVJM Kamen, der sich mit 25:15 gegen die SG Erfttal im Spiel um Platz fünf durchsetzte. Siebter wurde GW Hausdülmen durch einen 25:19-Erfolg gegen den TVK Wattenscheid im Spiel um Rang sieben.

TSV Enzweihingen: Kristin Sparmann, Liane Abel, Caroline Knoll, Lorriann Sparmann, Angelika Feilner, Susanne Kothmann (beides Gastspielerinnen aus Neckarsulm), Christine Schulze Frenking (Gastspielerin aus Reichertshausen).

Quelle: VKZ, 20.06.2018