Klappe für den „Batman“
am 10.02.2008 
in Enzweihingen

Bericht: VKZ

Bilder: VKZ und Michael Fischer

   

Gestern Dreharbeiten der Filmakademie in der Enzweihinger Turnhalle Enzweihingen – Hollywood in Enzweihingen? Nicht ganz – dennoch gab es dort gestern einen spannenden Einblick in die Welt des Films. Grund waren Dreharbeiten von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, die in der Enzweihinger Turn- und Festhalle Aufnahmen für einen Werbesport drehten.

Adidas „Pure Performance“ heißt der Werbespot, der am Ende 60 Sekunden lang sein soll und mit Genehmigung des Sportartikelherstellers gedreht wird. Am 28. Februar wird er im Kino Caligari in Ludwigsburg zum ersten Mal vorgeführt werden.

Bis dahin hat das rund 20-köpfige Team noch einiges an Arbeit zu leisten, denn bis der kurze Streifen, der im 35-Millimeter-Format aufgenommen wird, fertig ist, benötigt es insgesamt sieben Drehtage à zehn bis zwölf Stunden. „Mit dem Material, das wir dabei drehen, könnte

man am Ende wahrscheinlich 200 Spots machen“, lacht David Skrotzki, einer der beiden Produzenten. Großer Aufwand für eine Minute Film. Da ist aber auch alles vertreten, was bei solch einer Produktion vonnöten ist: zwei Produzenten, ein Regisseur, ein Kameramann, ein Spezialist für die Visual Effects, eine Maskenbildnerin, eine Beleuchtungscrew. Und allesamt sind sie Studenten oder solche, die es noch werden wollen.

Zum Inhalt des Werbespots: Der Blick soll auf das Wesentliche einer Sportart fokussiert werden: die Leistung des Athleten. Mit dem Film „Pure Performance“ soll die ausschließliche Besinnung auf den Sportler zum Ausdruck gebracht werden. Durch den Einsatz von Spezialeffekten werden bei insgesamt 13 Sportarten die Sportgeräte aus dem Bild entfernt, so dass diese unsichtbar werden. Durch die Bewegungsabläufe und die Kleidung ist dennoch jede einzelne Sportart identifizierbar. Auf diese Weise soll der Sportler in den Mittelpunkt gerückt werden. Ein Stabhochspringer ohne Stab, ein Skispringer ohne Ski, ein Gewichtheber ohne Hantel, ein Tennisspieler ohne Schläger, ein Turner an den Ringen ohne Ringe.

Letzterer sollte gestern in der Enzweihinger Turnhalle seinen Auftritt haben. Doch warum gerade in Enzweihingen? „Als wir im November mit der Recherche begonnen haben, haben uns Kontakte zu Sportlern nach Enzweihingen geführt“, sagt David Skrotzki. In der Halle haben sie schließlich nahezu perfekte Voraussetzungen vorgefunden, die Skrotzki als „besonderes Ambiente“ bezeichnet. Der Verlauf des Parketts, die Holzvertäfelung, der Lichteinfall – all dies machten die Halle zu einem idealen Drehort. Und als der TSV Enzweihingen unter der Leitung vom Vorsitzenden Ulrich Eberle dann auch noch grünes Licht gab und die Arbeiten beaufsichtigte, konnte es losgehen.

Mehr als sechs Stunden lang wurde aufgebaut, geschminkt, beleuchtet, geprobt, gedreht, wieder umgebaut und wieder gedreht. Ein Aufwand, der bei einem professionellen Team anders aussehen würde. „Die kommen mit 40 bis 50 Mann und drehen den gesamten Spot in zwei bis drei statt in sieben Tagen“, weiß Skrotzki. Dennoch geht es am Set in Enzweihingen

äußerst professionell zu. Sobald die Klappe fällt, hat jeder die Klappe zu halten. Dafür sorgt der Regisseur, der wie alle anderen mit hohem Engagement an die Sache geht und vom Sportler Kenji Howoldt einiges abverlangt. Er soll an den Ringen einen „Batman“ machen und einen

Abgang mit Salto hinlegen. „Batman“? TSV-Vorsitzender Eberle weiß die Erklärung: „Bei uns früher hat man noch Kreuzhang gesagt…“

 

   

     

Maske

Vorbesprechung

Vorbereitungen

  
  
  

Da wird Maß genommen

Trockenübung

Klappe!

Und los geht´s!

  

   

  

Die Ringe werden 

später wegretuschiert

Unser Vorstand ist zufrieden!

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