Indiaca

Junior World Cup

   

05.-08.08.2009

in Nõo (Estland)

 

Jetzt reden die Mädchen auch mit den Jungs

Indiaca: Der Nachwuchs des TSV Enzweihingen nahm am Jugend-Worldcup in Estland teil

Von Eva Wirth (VKZ)

ENZWEIHINGEN/ESTLAND. „Es war eine rundum tolle Sache“, sagt Inge Zimmermann von der Indiaca-Abteilung des TSV Enzweihingen, wenn sie über den Jugend-Worldcup in Estland spricht. Lukas Werner, Patrick Zundel, Annelie Truckses, Tianna Röhlk, Juliana Spiess und Lisa-Marie Knoll, die am Turnier teilnahmen, können ihr da nur zustimmen. Für sie war die Reise nach Estland ein unvergessliches Erlebnis, auch wenn das sportliche Abschneiden besser hätte sein können. „Es hat trotzdem Spaß gemacht, auch wenn unser Spiel nicht so vom Erfolg geprägt war“, sagt Lukas Werner. 

Die Enzweihinger verloren in Estland all ihre Spiele und wurden Letzter. Das erste Spiel gegen den ATV Haltern war noch eine knappe Angelegenheit. „Den ersten Satz haben wir verschlafen“, erzählt Juliane Spieß. „Wir waren einfach noch nicht wach“, so die 13-Jährige. Oder aufgeregt? Inge Zimmermann nickt: „Das Team war tatsächlich sehr nervös.“ Den ersten Satz gewann Haltern mit 25:11. Doch im zweiten Satz war Enzweihingen dran. Nur knapp setzte sich Haltern mit 25:23 durch. Die anderen Niederlagen fielen dann deutlicher aus. „Die Polen konnten zum Beispiel richtig hoch springen und sehr gut schmettern“, berichtet Patrick Zundel. 

Das Problem: In der Klasse Mixed Youth sind die Teilnehmer zwischen 11 und 14 Jahre alt. Es müssen je zwei Mädchen und Jungs auf dem Platz sein. Wer als fünftes ins Rennen geschickt wird, ist den Mannschaften überlassen. „Die anderen Teams hatten 14-jährige Jungs dabei, die richtig groß waren“, berichten die Enzweihinger. 

Was Inge Zimmermann bitter aufstieß, war die Tatsache, dass die Mädchen bei den Gegnern oft nur Statistenrollen hatten. Bei den Enzweihingern lief das etwas anders ab. Die zwei elfjährigen Jungs mussten zwar durchspielen, weil es keine Alternativen gab, aber die Aufgaben zwischen den Spielern und Geschlechtern waren gleichberechtigt verteilt. Dadurch hat sich die Mannschaft weiterentwickelt. „Sie haben viel gelernt“, bestätigt auch Zimmermann. Zum Beispiel laufen die Aufschläge jetzt viel besser, obwohl sie auf internationaler Ebene nicht von der Drei-Meter-Linie erfolgen, sondern von ganz hinten – wie bei den Erwachsenen. Bis zur deutschen Meisterschaft, bei der sich die Mannschaft qualifiziert hat, hatte sie das noch nie geübt. Erst anschließend wurde es ins Training eingebaut und erst in Estland hat es richtig geklappt. „Wir haben ja auch viel geübt“, erklärt der TSV-Nachwuchs. 

Der gelb-rote Federball wurde nämlich nicht nur bei den Spielen übers Netz befördert, auch abends spielten die Mannschaften. Dann allerdings nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander. Schmetterbälle abwehren, selbst schmettern – bei den Enzweihingern klappt das alles jetzt besser. Aber auch etwas anderes ist gelungen: Die Mannschaft ist zusammengewachsen. „Vor Estland haben wir nicht sehr viel mit den Jungs geredet“, erklären die Mädchen unisono. Jetzt ist es eine Mannschaft. Selbst zum Interviewtermin bei der Vaihinger Kreiszeitung sind alle gemeinsam geradelt und sie haben auch miteinander geredet. 

Und wie hat den Enzweihingern Estland gefallen? Keiner von ihnen war zuvor schon einmal dort. Es sei eine neue Erfahrung gewesen. „Es gibt fast nur Wald und keine Stadt. Nur ab und zu ein Häuschen. Außerdem gibt es viele arme Menschen“, erzählen die Enzweihinger. Deutsch haben nicht viele gesprochen, auch nicht der Busfahrer oder der Mann im Supermarkt. Englisch war eine Alternative oder es wurde wie auf dem Indiaca-Feld gehandhabt. Mit den Polen und Esten verständigten sich die Enzweihinger kurzerhand mit Händen und Füßen. 

Der nächste Jugend-Worldcup in zwei Jahren findet übrigens im polnischen Klon statt. Dann wollen die Enzweihinger wieder dabei sein. Sofern sich der TSV qualifiziert, müssen sich die Mädchen ein neues Team suchen, denn sie sind dann zu alt. Die Jungs dürfen noch einmal in der gleichen Altersklasse ran und dann zählen Lukas Werner und Patrick Zundel zu den Großen.

Originalartikel von der VKZ (pdf)

Bilder: Regina Zundel, Irmgard Werner und Jürgen Zimmermann

 

Abflug in Frankfurt Ankunft in Nõo Eingangsbereich
 
 Einmarsch Eröffnungsfeier Unsere Mannschaft Blick in die Sporthalle Gastgeschenke
 
 Erstes Spiel Auszeit Spielszene Schiedsrichtergespann
 
  Mannschaft + Trainer Deutsche Delegation
 
 Abschlussveranstaltung Die Offiziellen Siegerehrung Die Schiedsrichter Riesen-Torte für alle
 

So schnitt Enzweihingen ab

Vorrunde

TSV Enzweihingen – ATV Haltern 0:2 (11:25, 23:25)

TSV Enzweihingen – Nõo 0:2 (10:25, 15:25)

TSV Enzweihingen – SP Klon Indiaca 0:2 (12:25, 17:25)

Halbfinale

TSV Enzweihingen – SP Klon Indiaca 0:2 (9:25, 11:25)

Spiel um Platz drei

TSV Enzweihingen – ATV Haltern 0:2 (15:25, 10:25)

 Torte wird angeschnitten Feuerwerk Rückfahrt nach Tallinn

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