Enzweihinger Jugend wurde
zweifacher Deutscher Meister!

Deutsche Indiaca Jugendmeisterschaften
am 16.-17. April 2016 in Dülmen
 
Bericht: VKZ         Bilder: Ötisheim

    

Enzweihinger können Estland-Tickets buchen

Den ersten Schritt sind die Indiacaspieler des TSV Enzweihingen bei der Jugend-DM gegangen. Jetzt kann Trainerin Inge Zimmermann die Tickets für den Jugend-Weltcup buchen. Mit dem Titelgewinn bei den nationalen Meister- schaften qualifizierten sich die Jungen und das Mixedteam der Altersklasse 15 bis 18 Jahre für das Turnier in Estland.

Dülmen/Enzweihingen. „Natürlich fahren wir nach Estland. Ich habe in diesem Jahr extra schon vor den deutschen Jugend-Meisterschaften des Deutschen Turner-Bunds (DTB) allen Jugendlichen gesagt, sie sollen sich in der ersten Augustwoche nichts vornehmen“, berichtet Inge Zimmermann. Mit zwei Teams hat die Trainerin des TSV Enzweihingen die Qualifikation für den Jugend-Weltcup geschafft. Die Jungen 15 bis 18 Jahre sowie das Mixedteam in der gleichen Altersklasse ist in Dülmen Deutscher Meister geworden. Außerdem gewannen die Jungen elf bis 14 Jahre und die Mixedmannschaft in dieser Altersklasse jeweils die Bronzemedaille. Ein reines Mädchenteam kam dagegen nicht zustande. „Drei etatmäßige Spielerinnen waren am Sonntag jeweils auf einer Konfirmation. Dann irgendjemanden mitnehmen, nur damit wir eine Mannschaft melden könne, das machen wir nicht mehr. Das hat keinen Sinn“, berichtet Inge Zimmermann.

Ein durchwachsenes Fazit zog die Enzweihinger Trainerin, nachdem die Jungen elf bis 14 Jahre die Bronzemedaille gewonnen hatten. „Wir müssen noch viel arbeiten. Die Jungs brauchen Spielpraxis. Bei der Abstimmung und dem Zusammenspiel hat es noch gehapert. Die Jungs haben sich zudem zu sehr von der Stimmung in der Dülmener Halle ablenken lassen“, berichtet Inge Zimmermann. „Aber letztlich waren alle glücklich und haben sich über die Bronzemedaille gefreut.“ In dem Viererfeld trat jeder gegen jeden an. Die Enzweihinger schlugen den TSV Ötisheim mit 2:0 (25:14 und 25:20), mussten sich aber Pivitsheide mit 0:2 (10:25 und 9:25) sowie Blankenloch ebenfalls mit 0:2 (11:25 und 14:25) geschlagen geben. „Die Pivitsheider waren aber schon relativ groß und kräftig“, erklärt Inge Zimmermann. „Und die Blankenlocher sind so etwas wie unser Angstgegner. Sie haben immer gute Mannschaften und sind in Dülmen in dieser Altersklasse auch Deutscher Meister vor Pivitsheide geworden.“

Besser lief es für die Jungs der Altersklasse elf bis 14 Jahre im Mixed, wo sie vonNaemie Hüeber und Lorriann Sparmann unterstützt wurden. „Die Kinder haben zwar erst im letzten Spiel so gespielt, wie es es sollten: konzentriert und gut zusammenspielend mit Annahme, Stellen und Angriff“, berichtet Inge Zimmermann. Das mache aber Mut. „Der Fortschritt war klar zu sehen. Wenn wir noch zwei, drei weitere Spiele gehabt hätten, dann hätten die Kinder bestimmt noch mal zugelegt“, erklärt die Übungsleiterin. Doch so sprang nur ein 2:0 (25:22 und 25:16)-Sieg gegen Haltern heraus, nachdem die Enzweihinger davor gegen Pivitsheide deutlich mit 0:2 (7:25 und 7:25) und gegen Ötisheim ebenfalls mit 0:2 (10:25 und 16:25) verloren hatten. Deutscher Meister wurde Pivitsheide vor Ötisheim.

Dank der Regularien – es dürfen auf der deutschen Meisterschaft auch Spieler antreten, die im zweiten Halbjahr des Vorjahres 18 geworden sind wie zum Beispiel Peter Scheuermann – durften die Enzweihinger noch einmal mit dem selben Team antreten, mit dem sie im vergangenen Jahr Dritter bei der Jugend-DM geworden sind.
„Nachdem wir im vergangenen Jahr Bronze gewonnen hatten, haben wir schon insgeheim auf den Sieg gehofft. Aber in Dülmen sind bei den 15- bis 18-Jährigen schon richtige Männer aufgelaufen. Das Niveau war richtig hoch“, erzählt Inge Zimmermann. Die Enzweihinger starteten mit einem 2:0 (25:19 und 25:12) gegen Bindlach ins Turnier. Im zweiten Spiel – es musste jeder gegen jeden antreten – mussten sie aber schon den ersten Satz abtreten. Gegen Blankenloch holten die Enzweihinger nur ein 1:1 (16:25 und 25:22). „Danach hat mein Sohn Joachim, der die Mannschaft als Trainer betreut hat, die Jungs verbal in den Allerwertesten getreten“, berichtet Inge Zimmermann. Und die Ansprache zeigte Wirkung. Gegen Malterdingen waren die Enzweihinger wieder in der Spur. Sie setzten sich mit 2:0 (25:22 und 25:18) durch. „Im letzten Spiel gegen Grünwinkel ging es dann um alles oder nichts. Wenn wir einen Sieg in zwei Sätzen holen würden, wären wir Erster. Bei einer Niederlage wären wir Dritter“, erzählt Inge Zimmermann. Die Enzweihinger behielten die Nerven und gewannen mit 2:0 (25:19 und 25:22). Das Geheimnis des Erfolgs? „Das Team spiel schon seit Jahren in dieser Besetzung zusammen. Und die Jungs sind sich untereinander einig. Da gibt es überhaupt keine Dissonanzen. Das ist eine Einheit“, erklärt die TSV-Übungsleiterin.

„Geil, geil, geil!“ Inge Zimmermann kommt aus dem Schwärmen über die Leistung des Mixedteams bei den 15- bis 18-Jährigen nicht mehr heraus. „Die Steller haben 99,5 Prozent der Bälle genau dort hingebracht, wo der Ball hin muss. Die Angreifer mussten ihn nur noch reinhauen“, berichtet die Enzweihinger Trainerin. Dass der Turniersieg nur über den Titelverteidiger führt, zeigten die Enzweihinger bereits in ihrer Vierer-Vorrundengruppe. Mit jeweils 2:0 setzten sie sich gegen Malterdingen (25:17 und 25:20), gegen Haltern (25:11 und 25:7) sowie gegen Hausdülmen (25:19 und 25:21) durch. Als Gruppenerster traf der TSV im Halbfinale auf den Zweiten der anderen Vorrundengruppe, Blankenloch. Doch auch gegen den Angstgegner hatten die Enzweihinger kaum Mühe. Mit einem ungefährdeten 2:0 (25:12 und 25:22)-Sieg zogen sie ins Finale ein. Dort trafen sie auf Wattenscheid. „Der Angreifer der Wattenscheider war überragend. Man hatte das Gefühl, er würde mit seinen Schmetterbällen Löcher in den Boden schießen“, berichtet Inge Zimmermann. Der erste Satz ging auch mit 26:24 an das Team aus dem Ruhrpott. „Joachim hat dann einige kleinere Umstellungen vorgenommen. Dadurch kam der Wattenscheider Angreifer nicht mehr so zum Zug. Mal hat er in den Block geschlagen, mal ins Aus, weil er mehr riskierte“, erzählt Inge Zimmermann. „Er hatte aber auch komplett durchgespielt. Seine Kräfte ließen zusehend nach.“ Schon der zweite Satz ging mit 25:15 an die Enzweihinger. Im dritten Durchgang ließen sie dann nichts mehr anbrennen – 25:16.

Es spielten:
Jungen elf bis 14 Jahre: Niklas Zuber, Theo Sparmann,
Kai Schweidler, Fabian Bräuninger, Josia Rentschler.
Mixed elf bis 14 Jahre: Naemi Hüeber, Lorriann Sparmann,
Niklas Zuber, Theo Sparmann, Kai Schweidler,
Fabian Bräuninger, Josia Rentschler.
Jungen 15 bis 18 Jahre: Farin Sparmann, Fabian Spieß,
Tim Siehler, Peter Scheuermann, Josia Albrecht, Aaron Stark,
Tim-Lukas Trucksess.
Mixed 15 bis 18 Jahre: Iris Barbunopulos, Caroline Knoll,
Farin Sparmann, Peter Scheuermann, Josia Albrecht.
     
Männliche Jugend 11-14Männliche Jugend 15-18
   
Männliche Jugend 15-183. Platz für 11-14 männlich1. Platz für 15-18 männlich Mixed 11-14
     
Mixed 11-143. Platz für 11-14 Mixed1. Platz für 15-18 MixedSiegerpokal 15-18 Mixed

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