Enzweihinger Jugend wurde
vierfacher Deutscher Meister!

Deutsche Indiaca Jugendmeisterschaften
am 5.-6. April 2014 in Haltern
 
Bericht: VKZ         Bilder: Christian Kuhnert

    

Viermal Erster, einmal Sechster
Enzweihingen (rkü/red). Wenn die Indiacajugend aus Enzweihingen zu nationalen Titelkämpfen reist, bedeutet das immer auch ein wenig Erlebnisurlaub – für die Spieler ebenso wie für ihre Betreuer. Übernachtet wird im Klassenzimmer, auf dem Rückweg gibt’s Burger für alle. Und zwischendurch gewinnt der TSV zwei Drittel der Wettbewerbe. 
Damit ist er der erfolgreichste Verein in ganz Deutschland.


Wer hätte vorher gedacht, dass die Enzweihinger Indiacajugend bei den deutschen Meisterschaften derart abräumen würde. Bei den Titelkämpfen in Haltern (Nordrhein-Westfalen) präsentierten sich die Enzweihinger in Topform. Sie waren bei fünf der insgesamt sechs Konkurrenzen am Start und standen viermal ganz oben auf dem Treppchen. Und damit nicht genug. In diesem Jahr galten die deutschen Meisterschaften zugleich als Qualifikation für den Jugendworldcup, der nur alle vier Jahre ausgespielt wird. Der TSV Enzweihingen als Meister sowie der jeweilige Vizemeister dürfen ihr Können auf internationaler Ebene vom 6. bis 9. August in Ettelbrück (Luxemburg) beweisen.

Doch erst einmal galt es, schon am Freitag die optimalen Bedingungen für die Spiele bei der DM zu schaffen. „Wir sind mittags um halb drei losgefahren“, berichtet Trainerin Inge Zimmermann. Weil es am Vorabend von Indiaca-Meisterschaften kein offizielles Programm gibt, reichte Kindern und Betreuern ein einfaches Vesper. Und auch die Unterbringung war rustikal. „Wir übernachten alle zusammen im Klassenzimmer“, sagt Zimmermann. „Erst hatten wir nur eins. Aber weil das für 20 Mann ein bisschen klein ist, haben wir uns ein zweites auserbeten.“ Jungs und Mädels, Kinder und Betreuer – bei der Zimmerbelegung wurde bunt gemischt. Und um elf Uhr war das Licht aus.  „Nachtruhe war vielleicht eine halbe Stunde später“, schätzt Zimmermann. „Aber das war in Ordnung. Und die Kinder waren alle neidisch auf meine Luxus-Liege vom Discounter.“ Das gute Stück war aufblasbar und damit noch weicher als die Iso-Matten der übrigen Teilnehmer.

In der Sporthalle gab es derlei Annehmlichkeiten nicht mehr. Doch die Jugendlichen waren hoch motiviert. Gerade auch wegen der Möglichkeit, sich für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Bei der männlichen Jugend elf bis 14 Jahre spielten sechs Mannschaften, jeder gegen jeden. Die Enzweihinger mussten im ersten Spiel gleich gegen ihren Angstgegner Blankenloch antreten. Beide Teams waren zunächst nervös, die Enzweihinger fanden aber schneller zu ihrem Spiel und entschieden beide Sätze für sich. Danach wurden sie immer sicherer und gaben im gesamten Turnier keinen einzigen Satz ab.

Dementsprechend war der erste große Erfolg gesichert. „Die Jungs haben in dieser Altersklasse noch nie den Titel geholt, das haben sie sich in diesem Jahr aber wirklich verdient“, freute sich Trainerin Zimmermann. Bei der weiblichen Jugend elf bis 14 Jahre fehlten dieses Mal die erfahrenen Spielerinnen, die vor einem Jahr noch in dieser Altersklasse mitspielen durften, mittlerweile aber in die nächsthöhere Klasse wechseln mussten. So reichte es für den TSV nur zu einem sechsten Platz. Trainerin Kristin Sparmann: „Die Mädchen haben auf diesem Turnier viel Erfahrung gesammelt. Das wird uns im nächsten Jahr von Vorteil sein.“ Denn diesmal darf die Mannschaft zusammenbleiben.

„Titelverteidigung“ hatte Sebastian Komander, Trainer der weiblichen Jugend 15 bis 18 Jahre, als Devise ausgegeben. Die Chancen dafür standen gut, war die Mannschaft doch die gleiche wie im vergangenen Jahr.
In der Vorrunde und im Halbfinale ließen die Spielerinnen aus Enzweihingen nichts anbrennen. Im Endspiel standen sie wie vor Jahresfrist den Mitfavoritinnen aus Hausdülmen gegenüber. Doch von Nervosität war nichts zu spüren. Die Enzweihingerinnen erarbeiteten sich in jedem Satz einen kleinen Vorsprung und gaben ihn bis zum Schluss nicht mehr ab. Somit war die Titelverteidigung gelungen. 
Der zweite Tag der DM war für die Mixed-Turniere reserviert. Bei diesem Wettkampf müssen zu jedem Zeitpunkt mindestens zwei Jungen und mindestens zwei Mädchen auf dem Feld stehen. Wer die fünfte Position ausfüllt, ist den Mannschaften überlassen. In beiden Altersklassen spielten sechs Teams, auch hier galt der Modus jeder gegen jeden. Die elf- bis 14-jährigen Enzweihinger hatten in dieser Aufstellung noch nicht oft zusammengespielt. Daher taten sie sich im ersten Spiel gegen den späteren Vizemeister aus Malterdingen recht schwer. Sie gewannen den ersten Satz knapp, lagen aber im zweiten Durchgang fast bis zum Schluss zurück. Doch durch ihren Kampfgeist entschieden sie auch diesen Satz im Endspurt doch noch für sich. Durch diesen Erfolg gestärkt, marschierten die Enzweihinger ohne Satzverlust weiter bis zum Turniersieg.

Bei den 15- bis 18-Jährigen spielten alle Mannschaften auf hohem Niveau, die Tagesform musste entscheiden. Die Enzweihinger hatten mit vier Jungs und vier Mädchen einen großen Kader zum Durchwechseln, konnten so die Aufstellung optimieren und die Kräfte gut einteilen. Trotzdem mussten sie in zwei Spielen jeweils einen Satz abgeben. Erst im letzten Spiel gegen Pivitsheide fiel die Entscheidung. Der TSV Enzweihingen errang überraschend auch den vierten deutschen Meistertitel.

„Luxemburg, wir kommen“, freuten sich die Spieler und Trainer gleichermaßen. Doch bevor sie die Auslandsreise für den Sommer planen können, mussten sie erst einmal zurück nach Enzweihingen. Und auch wenn Zimmermann persönlich von Fast-Food-Verpflegung herzlich wenig hält, ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit, dass man auf der Heimfahrt geschlossen in einem Burger- Restaurant einkehrt. „Einmal im Jahr krieg’ ich das auch hin“, sagt die Trainerin und lacht. Dieses Mal war es an der Raststätte Wetterau. „Tanken, pinkeln, Burger“, fasst Zimmermann das Wesentliche zusammen. Und natürlich weiter auf den Ausflug nach Luxemburg freuen.

„Luxemburg, wir kommen“, freuten sich die Spieler und Trainer gleichermaßen. Doch bevor sie die Auslandsreise für den Sommer planen können, mussten sie erst einmal zurück nach Enzweihingen. Und auch wenn Zimmermann persönlich von Fast-Food-Verpflegung herzlich wenig hält, ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit, dass man auf der Heimfahrt geschlossen in einem Burger- Restaurant einkehrt. „Einmal im Jahr krieg’ ich das auch hin“, sagt die Trainerin und lacht. Dieses Mal war es an der Raststätte Wetterau. „Tanken, pinkeln, Burger“, fasst Zimmermann das Wesentliche zusammen. Und natürlich weiter auf den Ausflug nach Luxemburg freuen.



TSV Enzweihingen männliche Jugend 11 bis 14 Jahre: Tim-Lukas Truckseß, Maximilian Krauß, Tim Siehler, Josia Albrecht, Nathanael Wenzler, Aaron Stark.

TSV Enzweihingen weibliche Jugend 11 bis 14 Jahre: Leonie Singer, Elisa Sonnberger, Lorriann Sparmann, Marika Slunsky, Ilenia Balbi.

TSV Enzweihingen weibliche Jugend 15 bis 18 Jahre: Tianna Röhlk, Annelie Truckseß, Caroline Knoll, Juliana Spiess, Lisa-Marie Knoll, Iris Barbunopulos.

TSV Enzweihingen Mixed 11 bis 14 Jahre: Josia Albrecht, Tim-Lukas Truckseß, Aaron Stark, Leonie Singer, Lorriann Sparmann, Nathanael Wenzler.

TSV Enzweihingen Mixed 15 bis 18 Jahre: Marvin Essich, Farin Sparmann, Tianna Röhlk, Lisa-Marie Knoll, Peter Scheuermann, Fabian Spiess.
     
 Einmarsch6. Platz w 11-14Deutscher Meister 11-14Glückwünsche
 
   
Deutscher Meister 15-18GoldmedailleDas Enzweihinger Team
   

Mixed 15-18 in AktionDeutscher Meister 11-14Deutscher Meister 15-18

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