Enzweihinger Senioren
dreimal auf dem Treppchen!

Deutsche Indiacameisterschaften
(Offene und Senioren)

am 10.-11. Mai 2014 in Dülmen
 
Bericht: VKZ         Bilder: Jürgen Zimmermann

    

Einmal Gold, zweimal Silber
   
Dülmen/Enzweihingen (nac). Mit der Ausbeute bei den deutschen Meisterschaften der offenen Klasse und der Senioren sind die Indiacaspieler des TSV Enzweihingen zufrieden. Die Frauen 45 gewannen Gold, die Männer 45 und das Mixed-45-Team jeweils Silber. „Auf das Podest gehören wir aber auch hin“, sagt Trainerin Inge Zimmermann selbstbewusst.
 
Dass es in der Altersklasse 45 zu dreimal Edelmetall für den TSV Enzweihingen bei den deutschen Meisterschaften der offenen Klasse und der Senioren gereicht hat –Gold für die Frauen, jeweils Silber für die Männer und das Mixed-Team–, ist aber keine Selbstverständlichkeit. „Das Niveau war in allen Konkurrenzen unheimlich hoch“, berichtet Enzweihingens Trainerin Inge Zimmermann. Wie schnell es gehen kann, dass man die Medaillenplätze verpasst, konnte man in den anderen Wettbewerben sehen, für die die Enzweihinger Mannschaften gemeldet hatten. Die Frauen 35 wurden Siebter, das Mixed-19-Team hatte mit der Entscheidung um die Medaillen ebenfalls nichts zu tun, und die Frauen 19 wurden undankbare Vierte.

Doch auch bei der Mannschaft, die den größten Triumph bei der DM einfuhr, bei den Frauen 45, stand nicht von vorneherein fest, dass die Enzweihingerinnen sich die Krone aufsetzen würden. „Zum einen haben wir zum ersten Mal für die Frauen 45 gemeldet“, berichtet Inge Zimmermann. „Zum anderen hatten wir uns als Mannschaft erst neu formiert. Ich habe sogar mit Sigrid Jordan und Grazyna König zwei Spielerinnen reaktiviert, die einige Zeit nicht Indiaca gespielt hatten.“ Die Spielerinnen harmonierten aber sofort. Inge Zimmermann: „Auch die reaktivierten Spielerinnen haben gleich wieder in den Spielrhythmus gefunden.“ Bei einem Sechser-Feld jeder gegen jeden war das entscheidende Spiel gegen „Angstgegner Hausdülmen“ (Inge Zimmermann). „Die Hausdülmenerinnen waren wegen der Erkrankung einiger Spielerinnen physisch nicht ganz auf der Höhe“, berichtet die Enzweihinger Trainerin. Dennoch gewannen sie den ersten Satz. Doch dann kämpften sich die Enzweihingerinnen zurück und holten noch ein 1:1-Unentschieden. Inge Zimmermann: „Danach haben wir alles gewonnen, während die Hausdülmenerinnen mindest noch einen Satz abgegeben haben.“

Wie eng es zuging, wurde auch bei den Männern 45 sichtbar. Die Enzweihinger gewannen ihre Vorrundengruppe gerade einmal mit zwei Bällen Vorsprung. Nach einem Sieg im Halbfinale unterlagen sie aber im Endspiel Rußheim. „Das war eine relativ deutliche Angelegenheit“, sagt Inge Zimmermann. „Die Rußheimer sind aber bei den Männern 45 und im Mixed 45 auch das Maß der Dinge.“

Dem gleichen Gegner mussten sich die Enzweihinger auch in der Mixed-45-Konkurrenz deutlich geschlagen geben. Bis dahin war es auch eine Berg- und Talfahrt. Im ersten Spiel gegen Oberhausen (Inge Zimmermann: „Die Oberhausener sind genauso gut wie wir.“) setzten sich die Enzweihinger nur äußerst knapp mit 30:28 und 28:26 durch. Es folgte ein Sieg gegen Ober-Olm und ein Unentschieden gegen Orplid Darmstadt.
„Gegen Malterdingen mussten wir gewinnen, sonst wären wir nur in die Platzierungsspiele gekommen“, berichtet Inge Zimmermann. „Ich habe aber meine Mitspieler vor der Partie noch mal aufgerüttelt.“ Das hat geholfen. Als Gruppenerster zogen die Enzweihinger ins Halbfinale gegen Wattenscheid ein, das sie souverän in zwei Sätzen gewannen. „Wir haben gut gespielt. An dem Tag waren wir einfach besser“, erklärt die Enzweihinger Trainerin. Doch im Finale wartete Rußheim, gegen den die Enzweihinger keine Chance hatten.

Einen „super Erfolg“ (Inge Zimmermann) haben auch die Frauen 19 bei der DM gefeiert. Liane Abel, Sandra Wanitzeck, Eva Zimmermann, Bettina Hangstörfer und Melanie Fessler erspielten sich als Wiedereinsteigerinnen sofort wieder den vierten Platz. Und vielleicht wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen. Doch im Halbfinale gegen GW Hausdülmen mussten die fünf Enzweihingerinnen nicht nur gegen die Gastgeberinnen, sondern auch gegen rund 50 Fans bestehen, die Hausdülmen lautstark anfeuerten. „Das war aufregend. So habe ich mich noch nie bei einem Spiel gefühlt“, hatte Eva Zimmermann ihrer Mutter Inge Zimmermann erzählt. Und die Enzweihingerinnen schlugen sich gut, verloren nur knapp. Auch im Spiel um Platz drei gegen Haltern unterlagen sie nur knapp. Inge Zimmermann: „Die Nordteams spielen eine komplette Runde, während es im Süden fast nur den TSV Enzweihingen in Württemberg gibt. Damit sind die Nordteams mehr im Rhythmus und können auch bestimmte Situationen wie zum Beispiel den Block besser trainieren.“

Im Mixed in der Altersklasse 19+ blieb den Enzweihingern dann aber der Sprung ins Halbfinale verwehrt. „Es ist aber auch extrem schwer, in die Phalanx der guten Mannschaften einzubrechen“, weiß Inge Zimmermann. „Bei den Topteams laufen jeweils gleich mehrere Männer mit zwei Meter Gardemaß auf. Und auch die Frauen sind jeweils sehr gut.“

Die Frauen 35 haben in ihrer Vorrundengruppe ein Spiel unentschieden gespielt und eines knapp verloren. „Es ging so knapp in dieser Klasse zu. Wenn man da mal ein Spiel verloren hat, hat man fast schon nichts mehr mit der Vergabe der Medaillen zu tun gehabt“, berichtet Inge Zimmermann. Am Ende wurden die Frauen 35 Siebte.



Es spielten:

- Frauen 45: Inge Zimmermann, Bontrup, Truckseß, Jordan, König.
- Männer 45: Enz, Reichert, Krauss, Rühling, Schweizerhof,
  Jürgen Zimmermann.
- Mixed 45: Jordan, Buntrup, Inge Zimmermann, Enz, Reichert,
  Krauss, Rühling, Schweizerhof, Jürgen Zimmermann.
- Frauen 35: Leikam, Knoll, Schray, Groß, Sparmann.
- Frauen 19: Liane Abel, Wanitzeck, Eva Zimmermann, Hangstörfer,
  Fessler.
- Mixed 19: Liane Abel, Sascha Abel, Wanitzeck, Komander,
  Scherer.
     
Frauen im Angriff Frauen 35+ beim Block gegen Hausdülmen
   
Das Enzweihinger SeniorenteamFrauen 35+Männer 45+Frauen 45+
     
 
 
Mixed 45+ beim Block gegen Orplid DarmstadtMixed 45+

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