Enzweihingen
geht 
die Zeit aus

Deutsche Eichenkreuz Meisterschaften
07.- 08.11 2015 in Lage (NRW)

Artikel: VKZ
Tianna Röhlk im Angriff
Siegerehrung Damen
Im DEM-Finale wird der letzte Angriff des TSV abgewehrt, 
so dass er mit einem Punkt Unterschied verliert – Männer werden Fünfte
Beinahe hätte es zum ganz großen Wurf gereicht. Doch den Indiacaspielerinnen des TSV Enzweihingen ist bei der deutschen Eichenkreuz-Meisterschaft im Finale die Zeit ausgegangen. So verloren sie gegen Kamen mit einem Punkt Unterschied. Die Männer mussten sich dagegen mit dem fünften Platz begnügen.

Lage/Enzweihingen. Eigentlich war noch genügend Zeit. Die Enzweihingerinnen konnten in aller Ruhe die gegnerische Angabe annehmen und hatten die gute Chance, per Rückschlag den entscheidenden Punkt zu machen. Doch die Kamenerinnen wehrten den Ball ab und brachten ihn wieder über das Netz, so dass die Enzweihingerinnen erneut aufbauen mussten. Und dann war die Zeit im Finale der deutschen Eichenkreuz-Meisterschaften der Frauen abgelaufen, die Kamenerinnen hatten sich in Lage den Titel gesichert. „Wir haben bei unserem letzten Angriff den Punkt nicht tot gemacht“, ärgert sich Enzweihingens Spielertrainerin Inge Zimmermann. Grund zur Trauer über die Silbermedaille bei der Indiaca-DM bestand bei den Enzweihingerinnen allerdings nicht. „Wir haben richtig gut gespielt. Vor allem unsere jungen Spielerinnen, Iris Barbunopulos und Tianna Röhlk, haben überhaupt keinen Respekt gezeigt“, berichtet Zimmermann. „Sogar die Kamenerinnen haben uns gelobt. Sie meinten, so schwer hat es ihnen schon lange niemand mehr gemacht.“

Bis ins Endspiel war es für die Enzweihingerinnen aber ein langer Weg. Sie kamen zwar gut in den Wettbewerb. In der Vorrunde jeder gegen jeden gewannen sie zunächst gegen Kamen II und Sylbach/Pivitsheide. Doch dann mussten sie sich Karlsruhe geschlagen geben. Und auch zum Vorrundenabschluss unterlagen sie Bindlach. Zimmermann: „Da waren wir etwas von der Rolle. Es ist einfach nichts gelaufen. Außerdem hat die Stimmung auf dem Feld gefehlt.
Als Vorrundendritter ging es ins Viertelfinale gegen Ichenheim – mit Erfolg. „Wir haben uns direkt nach dem Bindlach-Spiel zusammengesetzt und unsere Fehler aufgearbeitet“, erzählt Zimmermann. Und das hat gewirkt. „Gegen Ichenheim spielten wir wieder wie in den ersten Spielen. Die Ichenheimer befinden sich allerdings zurzeit auch im Umbruch.“

Im anschließenden Halbfinale gegen Bindlach ließen die Enzweihingerinnen auch nichts anbrennen. „Wir waren hellwach, nachdem wir am Tag zuvor gegen Bindlach verloren hatten. Aber wir konnten immer sicher spielen, da wir stets geführt haben“, erklärt die Spielertrainerin.

Eine Medaille verpasst haben dagegen die Männer des TSV Enzweihingen. Nachdem sie in ihrer Vorrundengruppe Bornich, Ichenheim, Bayreuth II sowie Nordhausen geschlagen hatten und nur gegen den World-Cup-Sieger und späteren Deutschen Meister verloren hatten (Zimmermann: „Das sind absolute Überflieger.“), mussten sie als Gruppenzweiter im Viertelfinale gegen Bayreuth die Segel streichen. In der Trostrunde setzten sich die Enzweihinger dann allerdings erneut gegen Bayreuth II durch. Und auch im Spiel um Platz fünf ließen sie gegen Malmsheim nichts anbrennen. „Als Fünfter sind die Männer aber auch gut aufgehoben“, zieht Zimmermann als Fazit.
     

Es spielten:   
Frauen: Carolin Knoll, Iris Barbunopulos, Tianna Röhlk,
Kristin Sparmann, Inge Zimmermann.
Männer: Sebastian Komander, Sascha Abel, Tobias Bahmer,
Martin Podtschaske, Farin Sparmann.
     

 

<< Homepage

Fotos: Sebastian Komander